Service-Hotline (09471) 70490
Zum Ortstarif

Die Eigenschaften von Schmierstoffen

Schmierstoffe kommen in PKW und Nutzfahrzeugen sowie in industriellen Anlagen zum Einsatz. Schmierstoffe bestehen regelmäßig aus einer Grundsubstanz (z. B. einem Öl) und weiteren Inhaltsstoffen (Additiven). Additive sind Zusatzstoffe, die für die spezifischen Eigenschaften eines Schmierstoffs verantwortlich sind.

Schmierstoffe

  • optimieren die Leistung von Fahrzeugmotoren und Maschinen,
  • vermindern Reibung und Verschleiß beweglicher Bauteile,
  • wirken schwingungsdämpfend,
  • dienen dem Korrosionsschutz und
  • reduzieren den Energie- bzw. Treibstoffverbrauch.

Die Merkmale verschiedener Schmierstoff-Arten

Zu den Schmierstoffen zählen Schmieröle und -fette sowie Festschmierstoffe.

Schmieröle

Zu den wichtigsten Schmierstoffen gehören die Schmieröle, die Reibung, Geräuschemissionen und Verschleiß vermindern. Schmieröle bilden einen Gleitfilm zwischen beweglichen Bauteilen von Motoren oder Maschinen. Etwa ein Drittel aller in Deutschland verbrauchten Schmierstoffe entfallen auf Motorenöle. Sie sorgen in Hubkolbenmotoren für eine verminderte Reibung, verbessern zugleich die Dichtung zwischen Zylinder und Kolben und tragen zur Kühlung vor allem von Kurbelwelle und Kolben bei. Durch Bildung einer Schutzschicht auf Metalloberflächen gewährleisten Motorenöle Korrosionsschutz vor aggressiven Verbrennungsstoffen. Enthaltene Seifen reinigen Motor-Bauteile durch Lösung von Verbrennungsrückständen und alterungsbedingten Ablagerungen von Motoröl. Für Nutzfahrzeuge wie LKW, Busse, landwirtschaftliche Fahrzeuge oder Baufahrzeuge stehen jeweils spezielle Schmieröle bereit. Traktoren benötigen z. B. Hochleistungs-Schmierstoffe für Getriebe und Hydraulik. Die in der Fertigungstechnik eingesetzten Kühlschmierstoffe dienen der Wärmeabfuhr, vermindern die Reibung zwischen Werkstücken und Werkzeugen und reduzieren damit den Energiebedarf. Mit „Antiwear-Additiven“ versehene Kühlschmiermittel bilden auf Werkstücken und Werkzeugen einen Haftfilm. „Extreme-Pressure-Additive“ werden Kühlschmiermitteln beigefügt, wenn ein Arbeitsprozess mit hohen Temperaturen oder hohem Druck verbunden ist.

Schmierfette

Schmierfette, die eine höhere Viskosität (Zähigkeit) als Schmieröle aufweisen, sind in der Lage, Schmierstellen auch gegen äußere Einflüsse wie Staub und Regen abzuschirmen. Die wichtigsten Aufgaben der pastenartigen Schmierfette bestehen in der Reibungsminderung und im Korrosionsschutz. Schmierfette bestehen gewöhnlich aus einem Schmieröl (etwa 80 Prozent), einem Eindicker (5 bis 10 Prozent) und Additiven (10 bis 15 Prozent). Die Auswahl von Schmieröl, Eindickern und Additiven entscheidet über die spezifischen Eigenschaften eines Schmierfetts. Je nach Zusammensetzung sind Schmierfette besonders wasserbeständig, wetterfest, druckfest, kriechfähig, haftfähig oder lebensmittelecht. Andere Schmierfette werden in besonders heißen oder kalten Umgebungen oder in einem Vakuum eingesetzt.

Festschmierstoffe

Festschmierstoffe tragen zur Reibungsminderung bei. Sie werden häufig an thermisch stark beanspruchten Schmierstellen und als Schmierfett-Zusatz verwendet. Wälzlager werden mit Festschmierstoffen geschmiert, wenn eine Ölschmierung aufgrund besonderer Einsatzbedingungen nicht möglich ist (beispielsweise bei hohen Fliehkräften, hohen Temperaturen, Vakuum oder bei Einwirkung ionisierender Strahlung). Als Trennmittel verbessern Festschmierstoffe die Notlaufeigenschaften technischer Bauteile, so dass diese ihre Aufgaben auch unter irregulären Bedingungen noch für eine gewisse Zeit wahrnehmen können. Beispielsweise erfüllt Motoröl, das bestimmte Festschmierstoffe enthält, auch bei niedrigem Ölstand vorübergehend seine Funktion – trotz Ölstand-bedingter Überhitzung oder mechanischer Überbelastung. Als Festschmierstoffe werden u. a. Molybdänsulfid, Graphit, Weichmetalle (z. B. Kupfer oder Aluminium), keramische Substanzen und Kunststoffe verwendet.

Ihr Ansprechpartner:

Markus Schmidl

Markus Schmidl

Tel.: 09471/7049-11

markus.schmidl@remove-this.zaubzer-energie.de